itemis AG entwickelt erste 5GL Programmiersprache
BUZZ vereinigt Anforderungsanalyse und Implementierung
Zusammenfassung
Mit Hilfe der neuen Programmiersprache, BUZZ, ist es möglich, Anforderungen an ein Softwaresystem so eindeutig zu bestimmen, dass die eigentliche Implementierung fast vollständig obsolet wird.
»Die Erhöhung des Abstraktionsniveaus ist das Schlüsselkonzept dieser Sprache«, erklärt Sven Efftinge, Leiter des Entwicklungslabors in Kiel. »Wir haben festgestellt, dass Domänenspezifische Sprachen (DSLs) nicht der Weisheit letzter Schluss sind«, so Efftinge weiter. Während DSLs typischerweise eine Domäne von innen betrachten, geht BUZZ einen Schritt weiter und betrachtet die Domäne von außen. Die konkrete Syntax von BUZZ umfasst demzufolge das generalisierte Vokabular der Fachbereiche in abstrahierter Form. Um beispielsweise eine serviceorientierte Architektur zu gewährleisten reicht es den Begriff »SOA« ausreichend oft in der Anforderungsdefinition zu verwenden. Mittels eines Softwaregenerator wird dann eine entsprechende Architekturvorlage erstellt und umgesetzt. Die Anbindung an Datenbanken funktioniert analog. Auch hier genügt es den Namen und die aktuelle Version der Datenbank oft genug zu verwenden. Alle gängigen Buzzwords der letzten drei Jahre werden automatisch erkannt.
»Die Entwicklung von BUZZ-Anwendungen ist in der Tat sehr einfach«, erläutert Peter Friese, Leiter der Toolentwicklung in Kiel. »Die konkrete Syntax der Sprache wird auf Basis unserer Advanced Programming Research Intermediate Language (APRIL) extrapoliert. Mit Hilfe computerlinguistischer Verfahren induzieren wir dabei die Aussagen des Fachbereichs in binärer Form.« Das System könne die Anforderungen dabei aus den Protokollen der Meetings der Requirements-Engineering-Phase ableiten. Erste Ergebnisse könnten mit diesem Verfahren bereits unmittelbar nach entsprechenden Management-Meetings generiert werden. »Mit BUZZ wird ein alter Traum wahr: Anwender können programmieren«, so Wolfgang Neuhaus, Vorstand der itemis AG.
