Success Story: Plusbrief Individuell
Zusammenfassung
Die Deutsche Post Com GmbH (DP Com), 100-prozentige Tochter der Deutschen Post AG, entwickelte für den Konzern den Online-Shop »PLUSBRIEF INDIVIDUELL«. Die Konzerntochter bietet ihren Geschäftskunden Systemlösungen zu Prozessen der Geschäfts- und Marketingkommunikation, die dem Daten- und Dokumententransport vor- und nachgelagert sind. Die besondere Herausforderung für das Projektteam aus itemis- und DP Com-Mitarbeitern bestand vor allem in der Kombination verschiedener Technologien und Frameworks.
Architekturkonzeption und Prototyp
Die gesamttechnische Realisierung des Projektes startete im Mai 2007 mit dem Erstellen der »Essentiellen Beschreibung«. In dieses Analysedokument flossen bis Juni 2007 die Projektanforderungen ein. Somit lag eine Art Prototyp vor, mit dessen Hilfe den DP Com-Partnern die UML-Modelle präsentiert und die Anforderungen mit der Fachseite der DP Com besprochen werden konnten.
Die Hauptaufgabe zu Projektbeginn war das Definieren der Softwarearchitektur. Es wurde ein UML-Modell erstellt, aus dem große Teile der Anwendung generiert wurden. Im »PLUSBRIEF INDIVIDUELL«-Projekt fand das itemis-Team einen bereits etablierten Entwicklungsprozess vor: Ein Generator, der für frühere Projekte realisiert worden ist, konnte eingesetzt werden. Des Weiteren wurde durch die DP Com teilweise die Architektur vorgegeben.
»Für uns bestand die Aufgabe also vor allem darin, uns in die Architektur, den Generator und die Servicekomponenten einzuarbeiten«, stellt Jens Trompeter, itemis-Projektmanager, die Ausgangssituation dar. Auf dieser Grundlage erstellte itemis sowohl eine Architekturkonzeption als auch einen Prototypen der Anwendung.
Herausforderungen
»Die technischen Herausforderungen bestanden vor allem in der Kombination verschiedener Technologien und Frameworks innerhalb der Anwendung. So wurden beispielsweise das Framework Apache Struts, verschiedene AJAX-Frameworks, eine Flash-Anwendung für die Bildgestaltung, das Bildbearbeitungsprogramm ›ImageMagick‹ sowie das Apache FOP Framework zur PDF-Erzeugung aufeinander abgestimmt zum Einsatz gebracht«, so Jens Trompeter.
Die Technologien und Frameworks mussten jedoch nicht nur untereinander in Einklang gebracht werden, sondern auch mit den von der DP Com gestellten Servicekomponenten (Pricing And Invoicing, UserDataManagement, MailpackageManagment, ProjektManagement) reibungslos im Zusammenspiel funktionieren.
Agiler Softwareentwicklungsprozess
»Wir haben kein ›Big Design Up Front‹ gemacht, sondern einen sehr agilen Softwareentwicklungsprozess gelebt«, hebt Jens Trompeter hervor. Im Rahmen des agilen Softwareentwicklungsprozesses »SCRUM« fanden alle 14 Tage im itemis-Stammsitz »Review-Meetings« statt. Bei diesen präsentierte das itemis-Entwicklerteam den Partnern live und am System selbst die neu implementierten Funktionen. »Transparenz bei der Darstellung des Projektverlaufs war ebenso wichtig, wie ein offenes Feedback zu bekommen«, erklärt Jens Trompeter. Diese Rückmeldungen wurden ebenso wie auch die neu definierten Anforderungen dokumentiert, um dann im nächsten Entwicklungsabschnitt bearbeitet zu werden. Durch diese Herangehensweise war es möglich, Fragen und eventuelle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
Ergebnis erfolgreichen Team-Works
Die Kundenfreundlichkeit der Anwendung wurde unter anderem durch einen Usability-Test erreicht, der Ende 2007 durchgeführt wurde. »Zwölf Probanden prüften das gesamte Produkt eine Stunde lang auf Herz und Nieren und klickten sich durch die Anwendung«, weiß Katrin Ludwig, DP Com-Gesamtprojektleiterin bis zum Launch des Online-Shops, zu berichten. »Mit der positiven Resonanz unserer Kunden sind wir sehr zufrieden. Wir haben sehr viel positives Feedback zum ›PLUSBRIEF INDIVIDUELL‹ erhalten – sowohl von den Geschäfts- als auch den Privatkunden. Für uns ist es spannend zu sehen, wie sich die Menschen wieder mit dem Medium Brief auseinandersetzen«, streicht Jens Raderschadt, Team-Leiter »Innovative Produkte« der Deutschen Post AG, zufrieden heraus.
Fazit
Die Kombination verschiedener Technologien und Frameworks stellte für das itemis-Team die größte Herausforderung dar. Diese wurde im Zuge des regelmäßigen sowie zeitnahen Austausches zu inhaltlichen und fachlichen Anforderungen mit der DP Com zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten gemeistert. Dank des Knowhows konnten die itemis-Experten alle Anforderungen erfolgreich zusammenführen: Sowohl die vorgegebene Architektur, die Servicekomponenten, der Generator als auch die Frameworks wurden mit dem erstellten UML-Modell in ein produktives Zusammenspiel gebracht.
