Success Story: Großprojekt Transportlogistik
Zusammenfassung
Die ThyssenKrupp Steel AG hatte sich zum Ziel gesetzt, mit einem neuen serverbasierten Anwendungssystem zur Transportlogistik (TLOG) die Großrechner Anwendungen weiter zurückzubauen. Zur Unterstützung bei der technischen Architektur und Implementierung ausgewählter Komponenten wurden Fachkräfte der itemis AG hinzugezogen. Der eng gesteckte zeitliche Rahmen stellte beim TLOG-Projekt eine besondere Herausforderung dar.
Ausgangssituation
Anpassungen und Neuerungen bestimmen die technische Entwicklung bei Thyssen- Krupp Steel. Die Kernfunktionen des Transportsystems wurden in der Vergangenheit in der Großrechnerwelt umgesetzt. »Diese Funktionen waren aber technisch und strukturell veraltet und für künftige Anforderungen ungeeignet. Zudem unterlagen wir dem allgemeinen Auftrag zur Großrechnerablösung. Eine Erneuerung des Altsystems war die Konsequenz«, erklärt Horst Schrapers, Leiter Informationssysteme – Verkehrslogistik (IS-VK) der ThyssenKrupp Steel AG, die Ausgangssituation.
Die Systemlandschaft Transport Logistik
Das TLOG-System ist für die Versandabwicklung von Stahlgütern, den Transport zwischen den Werken, die Abrechnung sowie teilweise auch die Beschaffung logistischer Dienstleistungen zuständig. Mit dem Wechsel zu TLOG wurden die Funktionalitäten aus der Großrechnerwelt‚ auf neue Füße’ gestellt und in einer neuen Architektur entwickelt. Dabei musste gewährleistet sein, dass das TLOG-System auch mit anderen ThyssenKrupp Steel-internen Systemen problemlos zusammenspielt.
Unterstützung durch itemis-Fachleute
Die Projektarbeit verlief primär mit Hilfe von ThyssenKrupp Steel-Kapazitäten. Nach dem Start des Projektes wurden itemis-Fachleute für Fragen rund um die technische Architektur hinzugezogen. »Wir schätzen die Fachkräfte von itemis sehr als Sparringspartner. Sie waren für uns die neutrale Instanz, um Architekturansätze zu diskutieren und einen fachlichen Blick von außen zu erhalten«, so Horst Schrapers. Anfang 2005 waren Dr. Georg Pietrek und Wolfgang Neuhaus, Vorstandsmitglieder der itemis AG, zu einem TLOG-Workshop eingeladen worden, um erste Architekturansätze zu besprechen, zu bewerten und auszubauen. »Es waren bereits gute Architekturideen vorhanden. Diese galt es aufzubereiten, fortzuführen und an das Team zu kommunizieren«, erklärt Dr. Georg Pietrek.
Projektverlauf
Das itemis-Team verifizierte und verbesserte die Architekturansätze, die anhand eines Architektur-Prototypen auf ihre Einsetzbarkeit geprüft wurden. Die itemis-Mitarbeiter entwickelten die Oberflächenprogrammierung, erweiterten den Prototypen und übernahmen das Coaching des Teams, das für die Oberflächenprogrammierung verantwortlich war. Zudem war itemis auch im Umfeld der fachlichen Schnittstellen-Programmierung aktiv. Für Georg Pietrek kam es vor allem darauf an, dass die Entwickler die gesamte Architektur als ein geschlossenes Ganzes sehen und verstehen. Dieses Ziel wurde in zwei jeweils zweitägigen Workshops erreicht, in denen die Architektur mit Hilfe des Prototypen vorgestellt wurde.
»Ein Merkmal bei TLOG ist die Nutzung von einmal realisierten Dialogen in unterschiedlichen, in UML modellierten Abfolgen von Dialogen«, erklärt Georg Pietrek die Herangehensweise. Ein seit 2007 genutzter Generator unterstützte die Erzeugung von Programmcode. Der Schwerpunkt lag jedoch auf der fachlichen Programmierung. »Da die uns zur Verfügung stehende Zeit begrenzt war, sind wir den pragmatischen Weg gegangen und haben nicht auf eine komplett generative Lösung gesetzt, sondern nur technisch häufig wiederkehrende Vorgänge generiert«, erklärt Andreas Wilmsen, Teilprojektleiter und Architektur-Verantwortlicher bei TLOG.
Datenqualität verbessern – Prozesse optimieren
»Die Zusammenarbeit war problemlos und hat sich bewährt. Trotz des engen zeitlichen Rahmens sind wir auch dank der Unterstützung von itemis erfolgreich ins Ziel gekommen«, zeigt sich Horst Schrapers zufrieden. Im November 2007 gingen zwei Standorte im Siegerland mit dem TLOG-System produktiv, es folgten Dortmund, Bochum und später auch Duisburg. Die komplette Umstellung wurde im ersten Halbjahr 2009 vollzogen. »Mit dem neuen System werden Kosten eingespart. Außerdem trägt es zu einer verbesserten Datenqualität und zur Optimierung der Prozesse bei, da die Fehleranfälligkeit reduziert worden ist», stellt Horst Schrapers die Vorteile von TLOG heraus.
Fazit
Dem Team aus itemis- und ThyssenKrupp Steel-Mitarbeitern ist es gelungen, das TLOG-Projekt innerhalb des engen Zeitrahmens erfolgreich abzuschließen. Die itemis-Fachleute haben mit ihrem Know-how zu einem gelungenen Wechsel zur neuen Architektur beitragen.
