Methoden der modellgetriebenen Softwareentwicklung für die Erstellung klinischer Studien
Zusammenfassung
Auf der 55. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) e.V. in Mannheim werden aktuelle Forschungs- und Anwendungsschwerpunkte der Fachbereiche Medizinische Informatik, Medizinische Biometrie und Epidemiologie sowie der Sektion Medizinische Dokumentation behandelt.
Zur technischen Realisierung einer klinischen Studie, dem Studien-Setup, gehören viele Arbeitsschritte: Aufbauen einer Studiendatenbank, Definieren von Prüfregeln für die zu erhebenden Daten uvm. Diese Arbeiten werden mit Hilfe von Studienmanagementsystemen (SMS) durchgeführt, die durch ihre Nutzerschnittstellen vorgeben, wie die Studien zu spezifizieren sind. Können besondere Anforderungen an das Setup der Studie vom SMS nicht erfüllt werden, ist eine manuelle Realisierung durch Datenbankprogrammierer unumgänglich, was kostenintensiv ist und Probleme mit der Qualität der Umsetzung mit sich bringt. In diesem Vortrag wird gezeigt, wie sich mit Methoden der modellgetriebenen Softwareentwicklung eine Brücke zwischen einem SMS und der manuellen Realisierung schlagen lässt. Die Methoden reichen von der individuellen Definition einer domänenspezifischen Sprache (DSL) für die Spezifizierung der in klinischen Studien zu erhebenden Daten, dem Erstellen von Studien-Spezifikationen in ebendieser DSL, bis hin zum automatisierten Erzeugen von Softwarebausteinen und Dokumenten für das SMS, dessen Einschränkungen sich auf diese Weise ohne die Kosten einer manuellen Realisierung überwinden lassen.
Der Vortragende
Roland Mücke, Softwareentwickler
Roland Mücke ist als Softwareentwickler bei itemis in Leipzig tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind webbasierte Technologien, modellbasierte Softwareentwicklung, OSGi und Entwicklung für Eclipse RCP/RAP.
Als studierter Diplom-Informatiker (Medizininformatik) beschäftigt er sich darüber hinaus mit dem Semantic Web und IT-Werkzeugen für klinische Studien.
