Software Kompetenz für die Zukunft
Zusammenfassung
»Softwarekompetenz für die Zukunft« ist eine Veranstaltung der Gemeinschaft für Open Change und findet als Teil des Open Forums »Software im Wandel« im Haus der Wirtschaft, Stuttgart, am 12. und 13. Juli 2011 statt. Die Open Forum Reihe ist eine Initiative der Wirtschaftsförderung Stuttgart und hat zum Ziel, verschiedenen Gruppen im Autmotive-Bereich eine Basis zum Austausch zu bieten. In 2011 bringt das Open Forum die Konferenzen »Softwarekompetenz für die Zukunft« und »A2A – Apps to Automotive« zusammen. Die Konferenzen teilen sich den Veranstaltungsort, die Keynotes und die Freiräume zur Diskussion.
Der Wettbewerb im Markt wird differenzierter. Zusammenarbeit zur Stärkung des Ökosystems, in dem man agiert, ergibt andere Wachstumschancen und vermeidet die einem unbedingten Konkurrenzkampf oft innewohnende Verschwendung von Ressourcen und Potentialen. Das Nebeneinander von Wettbewerb der Ideen und Austausch des Wissens beginnen ganz natürlich zu erscheinen. In der Entwicklung komplexer technischer Systeme setzen sich diese Ansätze zum Beispiel in Form von Entwicklungspartnerschaften wie AUTOSAR oder Kooperationen zu Plattformstrategien durch. Um das Wechselspiel zwischen Technologie und Organisation möglichst praxisnah zu reflektieren, hat die Konferenz zwei Brennpunkte: open-source Ansätze auf der Basis von Eclipse, und neue Paradigmen in der Organisationsentwicklung.
Eclipse Embedded Day
Diese technische Zusammenarbeit findet sich auch in der Werkzeuglandschaft für die Softwareentwicklung. Die offene Werkzeugplattform Eclipse baut auf diese Ansätze und hat ein lebendiges, wachsendes Ökosystem im Bereich eingebetteter Systeme etabliert. Im Eclipse Embedded Day wird der praktische Einsatz und die Weiterentwicklung dieser Plattform behandelt. Schon das dritte Jahr in Folge treffen sich technisch fokussierte Entscheidungsträger, Architekten und Senior Entwickler aus Bereichen wie Automotive, Telematik, Mobile, Consumer Electronic und Medizin um über die Chancen und Einsatzmöglichkeiten der Eclipse-Technologie und der Eclipse Community als Teil Ihrer Entwicklungsstrategie zu diskutieren. Im Fokus stehen dabei zum einen Eclipse Projekte und Arbeitsgemeinschaften (genannt Working Groups), die einen Einblick in die Welt des Ökosystems Eclipse geben, und die Motivation der sich engagierenden Firmen beleuchten. Zum anderen lebt der Eclipse Embedded Day von real-life Erfahrungsberichten, die Einblicke in Strategieentscheidungen und Wertschöpfungsketten vermitteln, aber auch Hürden und Stolpersteine aufzeigen.
Open Change
Eine Nutzung der technischen Vorteile von Eclipse in Organisationen beschränkt sich oft auf »Konsumieren« von verfügbaren Lösungen. Wenn die Organisationen jedoch auch noch die hinter dem Erfolg von Eclipse stehenden Paradigmen auf ihr Management und ihre Geschäftsprozesse übertragen, dann ergeben sich weit größere und schnellere Synergie-Effekte. Auf »Pull« basierende Wertschöpfungsnetzwerke schaffen nachhaltigere Innovationspotentiale, und dies mit größerer Effektivität. Ökosysteme als Basis für das Verständnis von Märkten, neue Paradigmen für die Führung von Organisationen, und neue Techniken und Formen der Zusammenarbeit werden sich kontinuierlich weiterentwickeln, um die sich beschleunigende Komplexität, Vernetzung und Ausbreitung der von uns geschaffenen software-bestimmten Systeme zu beherrschen. Neben dem Wettbewerbsvorteil »Produkt« und »technische Kompetenz« bildet sich ein neuer, entscheidender Wettbewerbsvorteil heraus: die Kompetenz sich zu verändern und sich neu zu erfinden. Die Meßlatte für Zukunftsfähigkeit wird die Veränderungskompetenz von Organisationen, für sich und im Umgang mit Teams, mit der zu verwendenden, technischen Werkzeuglandschaft. Und sie betrifft jeden einzelnen Beteiligten. Lernen voneinander und miteinander, Respekt für andere Denkmuster und Ansichten, und die »innere Neugier«, die einen weiter Suchen läßt, müssen gefördert werden – am Arbeitsplatz genauso wie in der Schule.
Schlüsselvorträge werden diese Themen auf den verschiedenen Ebenen betrachten, insbesondere auch bezüglich der Relevanz für KMU's und gemeinschaftliche Initiativen.
Konferenzprogramm - Keynotes und Highlights
Die beiden Konferenzen »Softwarekompetenz für die Zukunft« und »A2A - Apps to Automotive« des Open Forum 2011 teilen sich den Veranstaltungsort, die Keynotes und die Freiräume zur Diskussion.
Die Keynotes des Open Forums spannen den Diskussionsraum auf:
- Dr. Willibert Schleuter, ehemals Leiter der Elektrik/Elektronik-Entwicklung, Audi, spricht aus seiner Erfahrung mit Veränderungen in Organisationen über Führung leben und wird Freiräume und Wertschätzung betonen
- Mike Millinkovich, Executive Director, Eclipse Foundation wird Erfahrungen mit einer Organisation präsentieren, die eben auf Wertschätzung und Prinzipien von Open Communities beruht
- Harald Hönninger, Leiter der Forschung zu softwareintensiven Systemen, Robert Bosch GmbH, wird die Frage untersuchen, ob und welche Zukunft traditionelle, wert-basierte Unternehmenskulturen in der Ära Wikinomics haben
- Prof. Dr. Manfred Broy, Technische Universität München, wird aufzeigen welchen technologischen Herausforderungen wir uns stellen müssen, und was dies in Konsequenz für Industrie, Forschung, Bildung und Gesellschaftspolitik bedeuten wird.
Innovative Anstöße zu open Change werden in den Highlight-Talks der Konferenz »Softwarekompetenz für die Zukunft« gegeben, die - zusammen mit den Keynotes - zum Nachdenken und zur Diskussion anregen.
- Dr. Klaus-Rüdiger Hase, Deutsche Bahn AG, wird über Qualität durch übergreifenden Peer-Review reflektieren
- Prof. Harald Heinecke, Geschäftsführer der BMW Car IT, stellt dar, warum kontinuierliche Innovation benötigt wird, und was die einer Organisation abverlangt.
- Dr. Stefan Kaduk ist ist Partner der Musterbrecher Managementberater und wird über den Mut zu neuem Denken und Handeln sprechen.
- Über andere Ansätze, gerade auch der Verwendung von social Software, mit Bezug auf die Erfahrungen von Cisco, wird Prof. Nils Hafner von der Hochschule Luzern berichten.
- Jürgen Geck von der Open Source Business Foundation spricht über neue Geschäftsmodelle und
- Patentanwalt Alexander Bach wird versuchen den legalen Gerüchtenebel zu lichten.
Anmeldeinformationen befinden sich auf der Webseite des Veranstalters.
