Standards für Daten und Metadaten in der medizinischen Forschung
Zusammenfassung
Medizinische Verbundforschung ist auf die Verfügbarkeit und die Verwendung von Standards in allen Aspekten des Austauschs und der Zusammenarbeit angewiesen. Die TMF hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Nutzung technologischer und methodischer Standards voranzutreiben und beteiligt sich als Mitglied der deutschsprachigen CDISC User Group auch an der internationalen Entwicklung von Standards.
Die Veranstaltung „Standards für Daten und Metadaten in der medizinischen Forschung“ fasst mit dem 12. Treffen der deutschsprachigen CDISC User Group und dem Workshop zum nationalen Metadata Repository beide Anliegen der TMF unter einem Dach zusammen. Die Teilnehmer erwartet daher sowohl ein Überblick zu internationalen Aktivitäten von CDISC als auch ein Einblick in Projekte zu Metadatenverzeichnissen in Deutschland.
Zur technischen Realisierung einer klinischen Studie, dem Studien-Setup, gehören viele Arbeitsschritte: Aufbauen einer Studiendatenbank, Definieren von Prüfregeln für die zu erhebenden Daten uvm. Diese Arbeiten werden mit Hilfe von Studienmanagementsystemen (SMS) durchgeführt, die durch ihre Nutzerschnittstellen vorgeben, wie die Studien zu spezifizieren sind. Können besondere Anforderungen an das Setup der Studie vom SMS nicht erfüllt werden, ist eine manuelle Realisierung durch Datenbankprogrammierer unumgänglich, was kostenintensiv ist und Probleme mit der Qualität der Umsetzung mit sich bringt. In diesem Vortrag wird gezeigt, wie sich mit Methoden der modellgetriebenen Softwareentwicklung eine Brücke zwischen einem SMS und der manuellen Realisierung schlagen lässt. Die Methoden reichen von der individuellen Definition einer domänenspezifischen Sprache (DSL) für die Spezifizierung der in klinischen Studien zu erhebenden Daten, dem Erstellen von Studien-Spezifikationen in ebendieser DSL, bis hin zum automatisierten Erzeugen von Softwarebausteinen und Dokumenten für das SMS, dessen Einschränkungen sich auf diese Weise ohne die Kosten einer manuellen Realisierung überwinden lassen.
Informationen zur Anmeldung finden Sie auf der TMF-Website.
Der Vortragende
Roland Mücke, Softwareentwickler
Roland Mücke ist als Softwareentwickler bei itemis in Leipzig tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind webbasierte Technologien, modellbasierte Softwareentwicklung, OSGi und Entwicklung für Eclipse RCP/RAP.
Als studierter Diplom-Informatiker (Medizininformatik) beschäftigt er sich darüber hinaus mit dem Semantic Web und IT-Werkzeugen für klinische Studien.
